Agonie der autistischen Gemeinschaft

Es ist eine Sache sich zurück zu ziehen, weil man die Schlammschlachten, das Kräftemessen, das egomane selbstdarstellerische einzelner Personen, sowie die Rattenfänger in der autistischen Community nicht mehr erträgt.

Es ist eine andere Sache, das dann auch auszuhalten. Zuzusehen, zu ertragen, auszuhalten. Angstgeschüttelt, weil man durchaus in der Lage ist Visionen zu haben, sich vorzustellen, wie das eigene -autistische- Kind irgendwann in der Gesellschaft da draußen klar kommen, bzw. NICHT klar kommen wird, weil alles um einen herum immer egomaner und egozentrischer wird-ist-war.

Heute Morgen, ich kroch gerade schlaftrunken in die Küche, hatte also noch ’nicht den Kaffee auf‘, sagte mir mein Mann ‚Du bis die eine aus 224!‘, was ich natürlich wirklich nicht verstanden habe und als ich es verstanden habe, war ich promptement im ‚off‘.

Ich bin wieder namentlich erwähnt worden, was mich mich zusammenkrümmen lässt. Mit negativen Erwähnungen, die ich schon oft habe erleben ‚dürfen‘, komme ich inzwischen einigermaßen klar, aber positiv hervorgehoben zu werden… das ist für mich unaussprechlich peinlich.

Inzwischen sind gut 3 Stunden vergangen, ich habe gelesen, geantwortet, mit meiner Freundin geschrieben, mit meinem Mann diskutiert (der sich unglaublich freut für mich, was ich irgendwie nicht verstehe, aber egal), nachgedacht, nachgedacht, nachgedacht, gegrübelt.

Ich bin sauer. Wirklich richtig sauer und enttäuscht.

Ich weiß nicht mehr, wie lange ich konkret blogge. Ich bin diverse Male mit diesem Blog geflüchtet, mal, weil:

irgendeine „“Freundin““ zu meiner Tochter meinte ’nehm ihr das Notebook weg und ruf den Notarzt‘ – ich war im Meltdown, ziemlich durch, aber durchaus noch Frau meiner Sinne und NICHT durchgedreht. Danach hatte sich diese „“Freundschaft““ erledigt

ein anderes Mal, weil ich offen bedroht wurde unter einem Blogtext, weil eine sonderbare Person (der-die-das ich hier u.a. Rattenfänger und Pseudoautist nenne) es nicht verkraftet hat, dass ich nicht gleicher Meinung war, dies mehr als deutlich geäußert habe und von Nazimethoden ihrerseits (personenbezogenes ‚ihrerseits‘) schrieb. Sicherlich meinerseits nicht die feine Art, ihre Art lässt aber bis heute reflektieren Menschenverstand vermissen, denn er-sie-es findet nichts toller, als andere durch den Dreck zu ziehen, weswegen sich kaum einer traut NICHT der gleichen Meinung zu sein.

ein anderes mal war es die „liebe Familie“, die mit ihrer Ignoranz und diversen anderen Dingen einen Aufenthalt im gewohnten Blogumfeld unmöglich gemacht hat

Dann die Turbulenzen im Bezug auf den Autismusverband…

Ach, es gab viele Gründe, weswegen ich ausgewichen bin, abgetaucht, anonymisiert wieder woanders aufgetaucht bin. Ich habe es jetzt allerdings satt.

Was mich außerdem gerade sehr mit nimmt, das ist die oben erwähnte Agonie.

Dieser Todeskampf findet statt.

Täglich. Minütlich. Zu jedem Zeitpunkt des Tages.

Ich frage mich wirklich, wo ist der gesunde Menschenverstand, den Autisten haben, denn ich zumindest erkenne sehr wohl, ob mir jemand etwas vorspielt, ob mich jemand nicht ernst nimmt, ob mich jemand anlügt, wenn jemand etwas Unrechtes tut, wenn jemand mobbt, wenn jemand andere diffamiert und mit imaginärem Schmutz beschmeißt! Nur, nur weil ich dafür sowas wie einen 7.Sinn habe, heißt dies nicht, dass ich den Hintergrund verstehe, instinktiv weiß, warum der-die-das andere so agiert, so überaus böse agiert und gedankenlos!

Gedankenlos deswegen, weil, es fällt alles auf einen zurück. Irgendwie bekommt man alles wie einen Bumerang zurück. Und wenn es nur so ist, dass niemand, wirklich niemand mehr die autistische Community ernst nimmt, weil da eine gewisse Hallastruppe unterwegs ist und nur Chaos und Verwüstung hinter sich lässt wie die Vandalen.

Und als Konsequenz passiert dann das: Deutschland wird (oder war schon immer) eine autistische Diaspora. Die wenigen Zentren die fachlich wirklich versiert und gut sind, haben Wartezeiten für die Diagnostik von erwachsenen VAS von BIS ZU 2 JAHREN! Das ist ein unfassbarer Zustand, den ich allerdings im Zusammenhang zu den oben genannten Mißständen sehe.

Wenn der Autismusverband, ob mit oder ohne autistischem Vorstandsmitglied, Therapieformen wie ABA präferiert, lauthals die Werbetrommel für gewisse Personen rührt, u.a. deswegen, weil sich überhaupt kein geeigneter Autist zu einem konstruktiven Gespräch außerhalb der Vorstandsebene bereit erklärt (und ich meine nicht diese eine gewisse Person, die auf Twitter eine „nette“ Gefolgschaft hat, der-die-das durchaus gesprächsbereit wäre, aber zumindest für mich absolut nicht glaubwürdig und authentisch ist!), (Asperger-)Autisten im Verband in dem Ruf stehen ohnehin nur Ärger zu machen… muss man sich nicht wundern!

Autisten und Pseudoautisten machen Autisten das Leben schwer!

Dann die ganzen Therapeuten, die zwar sagen, sie würden sich auskennen, aber letztendlich nur die wenigsten wirklich bereit sind, von ihren Patienten zu lernen, mitzuwachsen und somit zu wirklich richtig guten Therapeuten, sprich Übersetzern, für ihre autistischen Patienten werden. .. fällt auch unter Diaspora.

Überall in diesem Land gibt es bekannte Autisten. Die einen kochen ihr Süppchen sehr plakativ, z.T. unter Federführung des Verbandes, zum großen Teil in der Opposition eben-selbigen, noch wieder andere köcheln so vor sich hin und rufen Kongresse oder groß angelegte Aspietage ins Leben, schreiben Bücher, aus welchen Beweggründen auch immer, wieder andere -so wie ich- bloggen verzweifelt als Druckentlastung.

Grundsätzlich denke ich: Aufmerksamkeit ist gut und irgendwie erreicht man immer den ein oder anderen im positiven Sinne, aber so langsam sollte man wirklich zusammen halten.

Ich frage mich außerdem, warum man nicht endlich zusammen arbeiten kann?? Warum ist man nicht in der Lage seine Animositäten ‚über Bord zu werfen‘?? Ich denke, es liegt daran, dass zu viele dieser Protagonisten sehr von sich eingenommen sind und befürchten, dass andere ihnen den sprichwörtlichen Rang ablaufen. Dass andere eventuell die ‚besseren‘ Argumente haben, positiver ‚rüber kommen‘, generell freundlicher sind?? Dass andere ihnen die sprichwörtliche Wurst vom Brot nehmen und sie dann mit der Überlegung ihrer Daseinsberechtigung, die sie in den Moralapostelmodus mit dem maximal erhobenen Zeigefinger und dem Anspruch der „“letzten moralischen Instanz““ konfrontieren, was dann aufgehoben wäre? (sorry, über diesen Satz muss selbst ich gerade nachdenken)

Leutchen, das ist meschugge! Wie ich schon an anderer Stelle schrieb ‚man sollte Euch von Eurem hohen Ross schubsen‘, was kein Aufruf zu Mobbing ist (auch das war so eine Sache… so ein Schmarren), sondern lediglich ein Aufruf zum Nachdenken!

Als Gedankenanstoß, als Weckruf, poste ich das neueste Posting, welches mich heute Morgen erreichte. Und ja, ich habe die ausdrückliche Erlaubnis, seine Gedanken und Ideen zu veröffentlichen! Er provoziert, aber das tue ich auch gerne, allerdings nie mit einer bösen, schlechten, gemeinen Intention! Das sollte man niemals vergessen und/oder übersehen.

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