Kommunikation und ihre Probleme

Mir ist in den letzten Wochen klar geworden, dass mein ausgeprägtestes Problem die Kommunikation ist.

Mit vielen Dingen kann ich umgehen, kann mich anpassen, kann sie egalisieren, sagen, dass sie mir nicht wichtig sind.

Nur eben nicht die Kommunikation und allem, was daraus erwächst.

  • die Missverständnisse
  • der Stress
  • der Wunsch verstehen zu können
  • die Trauer
  • das nicht Verstanden-werden
  • das Nicht-Verstehen

Diese Liste ist endlos erweiterbar, mit Beispielen bestückbar, einer Sammlung aus vielen Dekaden.

Nur, was bringt mir das? Nichts. Außer noch mehr Frust. Ergo: abhaken.

Nur: kann ich das?

Kann ich abhaken, weswegen ich mich oft schäme?
Kann ich abhaken, weswegen ich schon oft verletzt wurde?

Noch wichtiger: kann ich abhaken, weswegen ich schon oft verletzt habe? Wohlgemerkt nicht wissent- und willentlich, was dann wieder Scham, Frust, Trauer auslöst.

Die Kommunikation ist nicht nur das gesprochene oder geschriebene Wort.

Sie ist auch die Interaktion zwischen 2-3-4-5.. Menschen.

Ich verstehe viele Dinge einfach nicht. Ich verstehe nicht, warum der-die-das eingeschnappt wegen diesem-jenen-welchen ist, oder anders herum verstehen viele mich eben nicht, warum ich wegen der-die-das traurig bin, oder verstimmt wegen diesem-jenen-welchen.

Es werden unterschiedliche Sprachen gesprochen, ein Erlernen ist nahezu unmöglich, weil ich diese mehrzüngige Sprache nicht beherrschen kann (nicht im Sinne gemeint ‚ich will herrschen‘).

Dann das Problem mit der Ehrlichkeit, was auch in die Kommunikation reicht (logisch, oder?).
Die Interaktionen mancher Personen sind sonderbar, nicht nachvollziehbar, zumindest für mich nicht. Wie schaffen manche Menschen, nach erheblichen Stresssituationen, so zu tun, als wenn nie irgendwas gewesen ist? Als wenn es keine Probleme, Gemeinheiten, Verletzungen gegeben hätte?

Oder, wieso erwarten manche Menschen Freundlichkeit, obwohl sie selber unfreundlich bis unverschämt und verletzend gewesen sind?
Dies sind Kernfragen meines Lebens.

Sie bedeuten nicht, dass ich mich in meinem ‚Anderssein‘ suhle.

Ganz im Gegenteil.

Mein ‚Anderssein‘ bedeutet für mich:

  • Jeden Tag neue Fragestellungen.
  • Jeden Tag dieser unbändige Wunsch zu verstehen
  • Jeden Tag Löcher in der Kommunikation
  • Jeden Tag Löcher in den zwischenmenschlichen Interaktionen
  • Jeden Tag erkennen müssen, wie mangelhaft mein Sein ist.
  • Jeden Tag zu versuchen irgendwie ’normal‘ zu sein, zumindest der Wunsch ist da.

Und: wen wundert es, wenn man dann einfach irgendwann nicht mehr kann? Wenn man nur noch Ruhe haben möchte, Frieden, Menschen um sich haben möchte, die einen so akzeptieren, weil man ist, egal wie mangelhaft, und die Menschen nicht mehr an sich heran lässt, die man nicht mehr ‚erkennt‘?

Ok. Ein Rest Selbstironie bleibt… anders kann ich nicht überleben.

Note Betragen: 6, setzen.

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