herumgehummel

Es gibt Tage, die braucht kein Mensch.

Ich noch weniger als manch anderer.

Möchte nur noch in meiner Ecke verschwinden, eingemummelt in warme und weiche Sachen, ein gutes Buch unter der bebrillten Nase, ein Tee in greifbarer Nähe… und auf keinen Fall heute noch einmal heraus, aber der Hund…. ächz.

Im Moment habe ich ein Gefühl von Hummelflug, wenn ich mich aus meiner “Trutzburg“ herausbewege. Egal ob ich zur Arbeit fahre, oder dieses unsägliche Einkaufen erledigen muss… die Leute sind wie angepickt. Sie hummeln herum in einem wilden und agressiven Summen, dass mich fertig macht. Selbst die Musik, die ich im Moment wieder dringend benötige um meine Wege zu bewältigen kann dies kaum übertönen.

Was ist nur los? OK, Weihnachten steht vor der sprichwörtlichen Tür, aber ist das ein Grund für ein derart agressives Auftreten von großen kollektiven Verbänden von Mitmenschen?

Halloooo? Leute? Die Welt geht nicht unter! Wir haben demnächst nur ein paar teure Feiertage zu überleben, mit übermäßigem Kaloriengenuß und Familienüberdruss.

Ich weiss, was auf mich zukommt, aber deswegen bin ich nicht unfreundlich zu meinen Mitmenschen und erst recht nicht hypernervös.

Mich macht dieses Herumgehummel fertig. Meine Filter, die eh kaum existent sind, liegen “flach“ wegen der massiven Überreitzung. Und das geht jetzt schon seit einiger Zeit so, ich habe irgendwie das Gefühl, dass es dieses Jahr sogar noch früher losgegangen ist, als in den Jahren zuvor und ich kann mich nicht wirklich davor schützen.

Selbst im Büro ist es zur Zeit anstrengend, die Leute sind gereizt, also die, die uns anrufen z.Bsp… ich ertappe mich regelmäßig dabei, dass ich zuhöre und zuhöre, meinen Einsatz verpasse und mein “Gesprächspartner“ dies zum Anlass nimmt, weitere hausgemachte Probleme auszuwalzen wie Plätzchenteig, Zuständigkeiten nicht beachtend und egoman nur sich selbst zu sehen…. ihm/ihr kommt meine Art in solchen Fällen durchaus zu gute, denn so haben meine “Gesprächspartner“ zumindest eine ausführliche Gelegenheit sich einmal allen Frust von der Seele zu reden….

Wenn ich dann irgendwann nach getaner Arbeit im vollkommen überfüllten Bus sitze, wenn ich denn das Glück habe einen Sitzplatz zu ergattern und mich nicht irgendwelche liebenswerten älteren Menschen mit ihren spitzen Ellenbogen aus dem Weg gekickt haben, oder irgendwelche wunderbar mitteilsamen Mitmenschen mich an ihren überaus weltbewegenden Telefonaten haben teilhaben lassen, dass ich am liebsten die nächste Bushaltestelle nutzen würde um den Bus fluchtartig zu verlassen… nun, ich sitze abgeschlafft in meiner Ecke und bin dankbar, wenn ich diese Fahrt überlebt habe… schleppe mich die wenigen Meter heim und sinke auf unser Sofa….und denke mit Grauen an den nächsten Tag…. Neuer Tag – neue Fahrt…JUBEL.

Leute, es ist die Zeit des Zusammenrückens, die Zeit der Familie…. macht euch das Leben doch nicht so schwer… UND VOR ALLEM mir meines nicht!

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